01.02.2011 - 28.02.2011

Einsatzbericht Elba Monat Februar


Seit September ist der Tierschutzbund auf Elba aktiv. Die Zusammenarbeit mit den lokalen Tierschützern auf Elba bewährt sich gut. Der Tierschutzbund finanziert die medizinische Versorgung der aufgefundenen Katzen, die Kastrationen und Impfungen. Auch für regelmässige Futterlieferungen ist gesorgt. Obwohl die Frauen mit der Versorgung, Fütterung und Pflege äusserst engagiert sind und Internet nicht ihr geläufigstes Medium ist, liefern sie in Zukunft regelmässige Berichte, die auf unserer Homepage veröffentlicht werden können.

Bericht Monat Februar 2011

Das Wetter auf Elba ist bereits frühlingshaft mild. Lisa macht sich mit viel Aufwand daran ein Gehege für die Katzen zu konstruieren. Das Gehege soll ein Rückzugsort für kranke Katzen sein und später auch als Quarantänestation eigerichtet werden. Zum Glück verfügt Lisa über viel handwerkliches Geschick, denn für die Bauarbeiten steht nicht viel Geld zur Verfügung. Die Anlage wird so gestaltet, dass die Tiere, welche sich darin aufhalten, vor Wind und Regen geschützt sein werden. Auch die Dachkonstruktion wurde von Lisa entworfen und eingepasst, sie ist wirklich eine handwerkliche Könnerin. Bereits besuchen die ersten Katzen die Anlage und strecken sich gemütlich aus. Natürlich in der Sonne. Wenn man etwas von Katzen lernen kann, ist es das Geniessen.

Immer wieder werden vor Lisas Anwesen Katzen ausgesetzt. Lisas Ruf als Katzenmutter auf Elba ist bekannt. Viele Menschen legen unliebsame Jungtiere einfach vor ihrer Türe ab. Obwohl dies für Lisa Mehrarbeit und auch Mehrkosten verursacht, freut sie sich über jeden Ankömmling, denn sie weiss, die Alternative ist, dass die Tiere ertränkt, erschlagen oder einfach irgendwo ausgesetzt werden. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem lokalen Tierarzt, werden die Tiere sofort medizinisch versorgt. 

Die Frauen fangen regelmässig Streunerkatzen ein und bringen sie für die Kastration zum Tierarzt. Nur so kann verhindert werden, dass die Populationen unkontrolliert anwachsen. Im Normalfall bleiben die Katzen eine Nacht beim Tierarzt und werden am nächsten Tag in ihrem angestammten Revier wieder freigelassen. Manchmal kommt es vor, dass eine der zu kastrierenden Katzen bereits tragend ist. Immer wieder eine schwierige Entscheidung für die Tierschützerinnen. Aus ethischen Gründen dürfen solche Tiere nicht kastriert werden, - was für ein Schicksal aber, erwartet die ungeborenen Katzenkinder? Vielfach lässt eine der Tierschützerinnen ihr Herz sprechen und nimmt die Katzenmutter bei sich auf. In Geborgenheit kann diese dann ihre Jungen aufziehen, danach wird die Katzenmama natürlich kastriert.
Mit solchen Aktionen erhöht sich der Katzenbestand bei Lisa und Francesca ständig. Also sind sie auch immer bemüht gute Plätze für ihre Schützlinge zu finden. In diesem Monat hat Gioia (Freude) das grosse Los gezogen, eine Frau aus Francescas Nachbarschaft nimmt die Schöne bei sich auf. Lisa und Francesca freuen sich, dass sie Gioia auch in Zukunft ab und zu sehen werden, denn die liebgewonnenen Tierfreunde zu verabschieden ist oft schwer.

Im Februar war ein Team des Tierschutzbundes bereits wieder vor Ort, um sich ein Bild der Situation zu machen. Natürlich ist das „Katzenproblem“ noch nicht gelöst. Aber die lokalen Tierschützerinnen wissen dass sie nicht allein sind. Für viele Fragen stehen wir ihnen mit Rat und Tat zur Seite und bestimmt wird schon bald wieder ein TSB – Team nach Elba reisen, um aktiv an der Vision einer gesunden, wohlgenährten Katzenpopulation auf Elba mitzuarbeiten.

Elba Team

Francesca und Lisa

Kastration Katze

Lagebesprechung

Streicheleinheiten

Francescas Haus

frisch kastriert