14.02.2011 - 24.02.2011

Polen | Region Wachock | Strassenhunde


Montag 14.02.2011
Hund Maruda und Kater Rocki werden heute kastriert. Der Eingriff verläuft problemlos und bald schon sind die Beiden wohlauf. Der Rüde dem vor kurzer Zeit die Pfote amputiert werden musste erholt sich gut und er hat sich bereits daran gewöhnt die Gegend auf drei Beinen unsicher zu machen. Vorübergehend ist die prächtige Dogge „Shogun“ bei Nadja eingezogen. Der Hund wurde halb verhungert in Wachock aufgefunden. Nadja nahm ihn in Pflege, schnell blühte er auf und zeigte sich als äusserst empfindsamer, fröhlicher und vor allem wunderschöner Hund.  Ihm ist von Herzen ein liebevoller Lebensplatz zu wünschen, Nadja setzt alles daran, diesen für ihn zu finden.

Mittwoch, 16.02.2011
Nadja ist mit den Hündinnen Kropka und Diuna unterwegs zu Dr. Blicharz. Die Beiden werden kastriert, später werden sie in ihrem Revier wieder freigelassen, denn in der Gegend gibt es eine Frau, die sich liebevoll um die Beiden kümmert. Weitere Patienten warten auf die Behandlung durch Dr. Blicharz. Die Hündin Niula wird geimpft, denn sie hat den perfekten Lebensplatz gefunden und soll noch am gleichen Tag durch die neuen Halter abgeholt werden. Die Hündin mit dem gebrochenen Vorderlauf (siehe Bericht 24.1.2011) wird heute von ihrem Gips befreit. Noch wagt sie es nicht die Pfote zu belasten. Da alles gut verheilt ist, wird Tola, so heisst die Kleine jetzt, schon bald wieder herumtoben.

Donnerstag, 17.02.2011
Nadja ist den ganzen Tag unterwegs um Tieren und Menschen in Not beizustehen und sie zu beraten.  Immer mehr Menschen werden auf die Aktivitäten des Tierschutzbundes aufmerksam und wenden sich vertrauensvoll an Nadja. Sie stellt fest, dass viele Hundehalter ihre Tiere kastrieren lassen würden, leider fehlt es vielerorts schlicht an den finanziellen Mitteln. Der Tierschutzbund bietet unbürokratische Hilfe an, je mehr Tiere kastriert sind umso weniger Tierleid entsteht. 

Freitag, 18.02.2011
Nadja macht sich zusammen mit Rajek auf die Suche nach zwei freilaufenden Hündinnen, die Beiden sollen heute durch Dr. Blicharz kastriert werden. Nach einigem Suchen finden sie die Hündinnen entspannt vor einem Zaun liegend. Nadja und Rajek stellen die Transportkisten auf und legen Trockenfutter aus, die Hündinnen reagieren interessiert und einem reibungslosen Ablauf der Einfangaktion steht nichts im Weg. Plötzlich stürzt sich ein zeternder Mann mit Stock und Axt bewaffnet auf die beiden Tierschützer und fordert sie wild fuchtelnd auf, „seine“ Hunde in Ruhe zu lassen. Nadja versucht ihm ruhig zu erklären, dass die Hündinnen kastriert werden sollen. Der Mann fordert die Polizei an. Nach einigem Hin und Her, versteht er die Notwendigkeit der Aktion und hilft sogar mit, die Tiere einzuladen.

Samstag, 19.01.2011
Eine ältere Frau informiert Nadja, dass sie in einem Waldstück eine Hündin mit ihren Welpen aufgefunden hat. Aus einem alten Kühlschrank wurde dem Tier eine behelfsmässige Hütte gebaut. Vor Wind und Wetter sind die Tiere überhaupt nicht geschützt und die Nahrungssuche ist fast unmöglich. Vorübergehend werden die Tiere von einem Hundefreund aufgenommen. Nadja bemüht sich ein langfristiges zu Hause für die Hunde zu finden.

Montag, 21. 02.2011
Der Kastrationstermin der Hündin Sieczka steht an. Nadja holt das Tier bei den Besitzern ab und bringt sie zu Dr. Blicharz. Da sich die Hundehalter nicht in der Lage sehen, das Tier nach der Operation zu betreuen, bleibt die Hündin einige Tage bei Rajek. Nach drei Tagen bringt Nadja das Tier wieder nach Hause.

Mittwoch, 23.02.2011
Die lokale Zeitung wurde auf die Aktivitäten des Tierschutzbundes in der Region von Wachok aufmerksam. Eine Journalistin befragt Nadja zu den Kastrationsaktionen und fotografiert sie auf ihrer Tour. Nach diesem „Pressetermin“ kehrt für Nadja schnell wieder der Alltag ein, Katze Zusia und Kater Graniczny werden für die Kastration zu Dr. Blicharz gebracht. Am nächsten Tag fährt Nadja mit 7 Hunden nach Krakau, für alle hat sie ein gutes, neues zu Hause gefunden. 

Donnerstag, 24.02.2011
Eine der Hündinnen des Mannes mit der Axt, wird heute kastriert. Wegen einer alten Verletzung hat sie ein Auge verloren, das verbleibende Loch wird fachmännisch zugenäht und sollte keine weiteren Probleme verursachen.

Mutterhündin wird versorgt

Augenoperation

Bei Impfung

Impfung bei Dyzio

Kater Graniczny

Kühlschrank als Hundehütte

Ausgesetzte Welpen im Wald