26.08.2011

Türkei | Grenzübergang Bulgarien | Transportkontrollen


Nach Einsätzen im Oktober 2010, April und Juli 2011 reichen wir bei den zuständigen Stellen einen umfangreichen Bericht ein, der die Verstösse gegen die Transportvorschriften innerhalb der EU dokumentiert. Das Material haben wir in Kooperation mit Eyes on Animals (Niederlande), Compassion in World Farming (Groß Britannien) und der Animal Welfare Foundation (Deutschland) zusammengetragen.

Hintergrund: Der türkische Zoll wird seit 2003 mit enormer finanzieller Unterstützung der EU auf den europäischen Markt vorbereitet. Vergessen wurden die Tiere. So lässt der türkische Zoll fast jeden Tiertransporter mit „Schlacht“bullen abladen, einzeln verwiegen und wieder aufladen. Ein enormer Stress für die Tiere. Wenn ein einzelner Bulle nur 600 gr unter dem erforderlichen Einfuhrgewicht liegt, wird er beschlagnahmt. Der Tiertransporter steckt dann bis zur Klärung fest. Die Tiere bleiben geladen, oft ohne jede Versorgung, in glühender Hitze und klirrender Kälte. 
Obwohl uns versichert wurde, dass sich die Zustände verbessert hätten, haben unsere Nachkontrollen ergeben, dass sich nichts verändert hat. 

Auch die exportierenden EU Mitgliedstaaten und die EU sind erneut zu dringendem Handeln aufgerufen worden. Von der  EU Kommission fordern wir ein sofortiges Ausfuhrverbot für „Schlacht“tiere in die Türkei, aufgrund der permanenten Missachtung der EU-Gesetze  auf dieser Route.  Die Kommission hat in einem Antwortschreiben an uns eine Untersuchung und Maßnahmen angekündigt, diese sind aber unseres Erachtens nach nicht ausreichend

Wir bleiben dran und informieren Sie weiter.

Durstiges Schaf

Iris und Lesley kontrollieren den Transporter

Rinder trinkend